Die leuchtende Stadt

Bei diesen sechs Erzählungen stehen mir leicht in die Schräge gedrehte Welten vor Augen, in denen die Figuren um Selbstbehauptung ringen, um Haltung oder auch nur um festen Halt: Da ist eine Familie, die für die Mutter zum Geburtstag den Hamlet aufführt – bis plötzlich die Grenzen zwischen Spiel und Ernst verwehen und lang verdeckte Gräben aufreißen; da ist ein Mann, der vom Leben Abschied nimmt – und die groteske Vision einer Zukunft entwirft, in der die moderne Medizin eine Welt seliger Kranker erschafft; oder die junge Polin, die in tödliche Gefangenschaft gerät – und dort unversehens zur Schönheitskönigin avanciert.

Mit unterschiedlichen Stimmen und historischen Bezügen kreisen die Geschichten aus Die leuchtende Stadt um das Verlorengehen und seine oft untergründige Verwandtschaft zur Erlösung. Menschen und Dinge geraten hier außer Kontrolle, eskalieren schleichend, verlieren ihren Zusammenhang und stabilen Grund. Doch auch Fallen fühlt sich an wie Fliegen, zumindest für einen kurzen Augenblick.

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Die leuchtende Stadt.
Mit einem Vorwort von Thomas von Steinaecker

Erzählungen (Original-E-Book)

Autorenedition Sarabande, 2013

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