Die Ungesichter

Somalia, in einem kleinen Dorf auf dem Land. Das muslimische Mädchen Amal ist gerade 15 geworden. Sie geht zur Schule, hilft der Mutter mit den kleinen Geschwistern, in ihrer Freizeit liest sie romantische Liebesromane und hört mit ihren Freundinnen Hip-Hop-Musik. Doch dann besetzt eine islamistische Miliz über Nacht das Dorf, Tod und Terror legen sich über den Alltag. Als auch ihr Vater ermordet und Amal verschleppt wird, gelingt ihr die Flucht. Ein monatelanger Leidensweg beginnt, der sie in die Hände eines dubiosen Schleusers und durch den ukrainischen Winter führt, in ein slowakisches Lager und oft bis über den Rand ihres eigenen Verstandes.

Die Ungesichter ist ein fliehendes Gefüge aus Wahrnehmung und Erinnerung, aus Erfahrungen der Gewalt und immer wieder auch unerwarteter Hilfe. Es berichtet nicht von sogenannten Flüchtlingsströmen, sondern blickt tiefer, erzählt mit den Mitteln literarischer Genauigkeit eine einzelne bewegende Geschichte – über den brutalen Verlust einer Kindheit und darüber, wie viel der Mensch aushalten kann, solange er noch Hoffnung hat. (Verlagstext)

Die-Ungesichter

Die Ungesichter

Novelle

Allitera Verlag, 2016

» Allitera Verlag

» Leseprobe

 

 

 

 

» Veranstaltungsbericht, Süddeutsche Zeitung, April 2016

» SÜDLICHT zum Thema „Wie fühlt sich Flucht an?“, BR Fernsehen, Mai 2016

» Beitrag in der Sendung radioTexte  Das offene Buch, Bayerischer Rundfunk, Mai 2016

» Zweiteilige Lesung von Sibylle Canonica und Gespräch mit Fridolin Schley in der Sendung radioTexte – Das offene Buch als Podcast

 

„Große Literatur. (…) Eine Kostbarkeit, ein Strudel, der einen erfasst und nicht mehr loslässt.“ (Susanne Lenz, Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung)
„Ein feinsinniges Erzählen (…). Diesem Buch von nur hundert Seiten wünscht man viele Leser. Denn es gemahnt uns an etwas, das eigentlich selbstverständlich sein müsste, aber nicht ist: Dass jeder der Menschen, die so unbedingt um Einlass nach Europa bitten, eine Geschichte hat, die gehört werden sollte.“ (Wiebke Porombka, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
„Eine kongenial atemlose Sprache“ (Antje Weber, Süddeutsche Zeitung)
„Eine berührende Geschichte (…), ein schmales, leises Buch, eine literarisch durchkomponierte Partitur, atemlos in einem Satz, ein Geflecht aus Träumen und bitterer Realität.“ (Cornelia Zetzsche, Bayerischer Rundfunk, radioTexte Das offene Buch)
„Eine eindrucksvolle Geschichte“ (Gisela Fichtl, Münchner Feuilleton)
„Selten hat jemand eine Flucht so authentisch dargestellt wie Fridolin Schley: atemlos, pausenlos, unglaublich anstrengend.“ (Jasmin Körber, PULS)
„Ein kleines, extrafeines Meisterwerk“ (Christian Bumeder, BR Fernsehen, SÜDLICHT)
„Unglaublich intensiv. Man kann das Buch nicht mehr zur Seite legen.“ (Barbara Zahn, Bayerischer Rundfunk, Bayern-2-Favoriten)
„Ein atemloser Erzählstrang (…), eine unter die Haut gehende, traurige Geschichte von Fremde und Fremdsein.“ (Sabine Zaplin, Bayern 5, Buchtipp)