Aktuelles

Lesungen

Lesen für die Demokratie – Lesung mit Fridolin Schley und Simone Trieder

Datum: 21. November 2022
Zeit: 19:30 Uhr
Ort: Altes Rathaus Lindau, Großer Saal, Bismarckplatz 4, 88131 Lindau (B)

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Die Verteidigung – Lesung und Gespräch mit Fridolin Schley

Datum: 18. Januar 2023
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: Haus für Weiterbildung, Rathausplatz 8, 85579 Neubiberg

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Aufnahme in die Bayerische Akademie der Schönen Künste

Die Bayerische Akademie der Schönen Künste ist vom Freistaat Bayern 1948 als „oberste Pflegestelle der Kunst“ gegründet worden. In ihr lebt die Idee der 1808 konstituierten Königlichen Akademie der Künste zu München wieder auf, die nach der Gründungsurkunde von Schelling eine „freie Kunst-Gesellschaft“ sein sollte.

Die Akademie ist in fünf Abteilungen gegliedert: Bildende Kunst, Literatur, Musik, Darstellende Kunst und Film- und Medienkunst. In diesem Jahr wurden 27 Mitglieder neu gewählt.

» Neue Mitglieder der Bayerischen Akademie der Schönen Künste 2022

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Die Verteidigung – nominiert für den deutsch-französischen Franz-Hessel-Preis für zeitgenössische Literatur
Nominierungen für den Franz-Hessel-Preis

Nominierungen für den Franz-Hessel-Preis © Stiftung Genshagen

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Tukan-Preis 2021 – Laudatio von Dagmar Leupold
Fridolin Schley präsentiert neben Stadtrat Florian Roth die Urkunde im Münchner Literaturhaus © Volker Derlath

Tukan-Preis-Verleihung im Literaturhaus München © Volker Derlath

Für seinen Roman Die Verteidigung bekam Fridolin Schley 2021 den Tukan-Preis zugesprochen. Zum zweiten Mal erhielt er damit den mit 6.000 Euro dotierten Preis für belletristische Neuerscheinungen von Münchner Autorinnen und Autoren. Am 2. Juni 2022 wurde die pandemiebedingt verschobene öffentliche Preisverleihung im Literaturhaus München nachgeholt. Die Laudatio der Münchner Autorin Dagmar Leupold ist jetzt im Journal des Literaturportals Bayern nachzulesen.

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Das LCB im rbb – Der Literaturpodcast von rbbKultur und dem Literarischen Colloquium Berlin

Im Zentrum von Fridolin Schleys Roman Die Verteidigung steht der so genannte „Wilhelmsstraßen Prozess“. Es war der vorletzte Kriegsverbrecherprozess. Angeklagt waren Diplomaten und Bürokraten aus den nationalsozialistischen Ministerien, die in der Mehrzahl an der Wilhelmstraße lagen. Der heute prominenteste Angeklagte war Ernst von Weizsäcker, dessen Sohn Richard als Präsident der Bundesrepublik Deutschland nicht nur die berühmte Rede zum 8. Mai hielt, sondern als junger Mann auch dem Verteidigerteam seines Vaters angehörte. Ernst von Weizsäcker wurde in diesem Prozess zu sieben Jahren Haft verurteilt. Fridolin Schley macht daraus Literatur. 

Der Podcast mit Fridolin Schley, Natascha Freundel und Thomas Geiger lief am 22. Januar 2022 um 17:00 Uhr im rbb.

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Die Verteidigung – nominiert für den Deutschen Hörbuchpreis 2022 in der Kategorie „Bester Interpret“

Begründung der Nominierungsjury: Devid Striesow wird in seiner Interpretation diesem hochkomplexen Roman in sämtlichen Facetten gerecht. Er gibt allen Ebenen eine eigene Klangfarbe und leuchtet jeden Winkel des Textes aus, ist dabei gleichzeitig zurückhaltend und intensiv. So hält und verdeutlicht er über die gesamte Länge den Spannungsbogen zwischen der persönlichen Perspektive – der Auseinandersetzung mit der Frage nach der persönlichen Schuld – und der zeithistorischen Dimension und führt die Hörer*innen in das Zentrum des beschriebenen Konflikts hinein.

» Deutscher Hörbuchpreis 2022

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Tukan-Preis der Landeshauptstadt München 2021

Der diesjährige Tukan-Preis wird an Fridolin Schley für seinen Roman Die Verteidigung (Hanser Berlin) vergeben. Der Münchner Autor verwandelt darin „ein Schlüsselereignis am Wendepunkt deutscher Geschichte in eine fesselndes Drama über Moral und Menschlichkeit.“ Die Vergabe beschloss der Kulturausschuss des Stadtrats auf Empfehlung einer Jury am 28. Oktober. Der mit 6.000 Euro dotierte Tukan-Preis zeichnet jährlich eine sprachlich, formal und inhaltlich herausragende literarische Neuerscheinung einer Münchner Autorin oder eines Münchner Autors aus. Zur Diskussion standen in diesem Jahr insgesamt 59 Bücher, die von der Jury besprochen und bewertet wurden.

Aus der Jurybegründung: „(…) Fridolin Schleys kluger, psychologisch feinfühliger und genau recherchierter historischer Dokumentarroman ist ein Gerichtssaal-Drama, das das ,große Drama der Geschichte´ und das der Beteiligung daran verhandelt. Es kreist um die Verteidigung des hohen NS-Beamten und Diplomaten Ernst von Weizsäcker durch seinen eigenen Sohn Richard (…). Der Autor konfrontiert uns mit der Frage, wie der Einzelne und seine Familie mit der Schuld umgehen, die Weizsäcker durch seine Mitarbeit im nationalsozialistischen Verbrechensapparat auf sich geladen hatte. Fridolin Schley schreibt kühl, präzise und ohne jeden moralischen Überlegenheitsgestus des Nachgeborenen. Die Verteidigung zeigt uns das Ringen um die Wahrheit als lebenslangen Prozess.“

Die Preisverleihung findet mit geladenen Gästen am 8. Dezember im Literaturhaus München statt. Die Laudatio hält die Literaturkritikerin Wiebke Porombka.

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» BR2-Podcast-Beitrag radioTexte

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Das blaue Sofa

Eva Schmidt spricht mit Fridolin Schley über sein Buch Die Verteidigung.

Das Gespräch fand am 22. Oktober 2021 auf der Frankfurter Buchmesse statt.

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Pressestimmen zu Die Verteidigung

„Mit sicherem Gespür für den historischen Kontext, unter Verzicht auf überflüssige romanhafte Ausschmückung und ohne das moralische Auftrumpfen der Nachgeborenen entfaltet Fridolin Schley ein inneres Zwiegespräch von bedrückender Intensität. (…) Der Leser, der sich auf die verstörende Dialektik dieser Perspektive einlässt, wird durch die Lektüre reich belohnt.“ (Thomas Karlauf, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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Die Verteidigung gehört zu den aufwühlendsten Büchern dieses Herbstes (…) Es führt in atemberaubender Verdichtung jenen Moment vor Augen, in dem in Deutschland aus Wissenden angeblich Unwissende wurden. (…) Ein in seiner sprachlichen Zurückgenommenheit umwerfender und in seiner Verdichtung eindrucksvoller Roman.“ (Julia Encke, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

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„Eine atmosphärisch dichte Erzählung, die einerseits eng an den gesicherten Fakten und Dokumenten bleibt, andererseits aber kräftig Gebrauch macht von der dem Literaten (…) jederzeit offenstehenden Möglichkeit, zu spekulieren und zu psychologisieren. Das Ergebnis ist beachtlich: Schleys Roman ist dort besonders stark, wo er dem zu Anfang des Prozesses 34jährigen Hauptverteidiger Hellmut Becker mit den Augen des 27jährigen Hilfsverteidigers Richard von Weizsäcker folgt. (…) Schleys Entscheidung, das Eröffnungsplädoyer der Verteidigung Hellmut Becker in den Mund zu legen (tatsächlich hielt es Warren Magee), beschreibt eine höhere Wahrheit.“ (Norbert Frei, Süddeutsche Zeitung)

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„Schley, der an mehreren Stellen Bruchstücke aus der Rede in den Bewusstseinsstrom des jungen Richard einfließen lässt, kommt ohne jede wohlfeile moralische Überlegenheitspose des Nachgeborenen aus. In einer Zeit, in der Rufe nach neuen Formen der Gedenkkultur immer lauter werden, ist Die Verteidigung ein längst überfälliger Beitrag. Nicht nur weil darin kurzweilig und akribisch ein in die Gegenwart hineinwirkender Schlüsselmoment der deutschen Geschichte versinnbildlicht wird. Zudem wird mit unverbrauchten Mitteln eine alte, dennoch häufig verkannte Wahrheit demonstriert: ‚Verstehen‘ und nuancierter psychologischer Nachvollzug bedeuten eben nicht automatisch zu entschuldigen. Vielmehr wird dadurch erst jene Distanz erzeugt, ohne die Erkenntnis nicht zu haben ist.“ (Marianna Lieder, Die Zeit)

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„Es ist, als habe Kafka nicht nur bei der Architektur des riesigen Justizpalasts sondern auch bei der des Verfahrens Pate gestanden, wenn Fridolin Schley davon erzählt. (…) Die Dezenz, mit der Fridolin Schley seine Bögen schlägt, hat etwas Meisterliches. Und die Verbindungen, die er uns aus seinem Text herauslesen lässt, verleihen dem Roman seine eigentlich spannende Dimension. (…) Es ist schade, ja ein Verlust für die deutsche Gesellschaft, dass Richard von Weizsäcker seine wahren Gedanken zu dieser Verteidigung nie hat teilen wollen. Für die deutsche Literatur unserer Tage war es eine Chance und Dank der Tatsache, dass Fridolin Schley sie ergriffen hat, so etwas wie ein Glück.“ (Hans von Trotha, Deutschlandfunk Kultur)

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„Aus stetig wechselnden Perspektiven, mit einer Erzählstimme, die den beteiligten Personen ganz nahe kommt und sich dann immer wieder von ihnen entfernt, stellt dieser Roman eindringliche Fragen: nach Moral und Menschlichkeit, nach Wahrheit und Wahrnehmung, nach der Schuld der Väter und der Verantwortung der Kinder. (…) In diesem ungeheuer dicht erzählten und lesenswerten Roman verschlägt es einem (…) immer wieder die Sprache.“ (Andreas Wirthensohn, WDR)

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„Mutig, risikofreudig und souverän (…). Ein schmales aber großes Buch über Schuld, Hybris und Mitläufertum.“ (Cornelia Zetzsche, Bayerischer Rundfunk, BR2, radio-Texte – Das offene Buch)

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„Ein Roman, der nicht nur einen profunden erzählerischen Blick auf die Entstehungszeit der Bundesrepublik wirft, sondern zugleich die ganz großen Themen in den Ring schleudert: Schuld und Unschuld, Opfer- und Täterrollen, Moral und Gewissen. (…) Ein großartiges, herausforderndes Buch, das nicht zuletzt aufgrund seiner exzellenten Sprache besticht.“ (Sabine Zaplin, Bayerischer Rundfunk, BR24)

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„Der Roman hat eine unglaubliche Leidenschaft. Eine Leidenschaft der Aufklärung, der Nuance, des genauen Hinsehens. (…) Wer ein bisschen für das Abenteuer des Denkens und Mitfühlens und nicht für schnellfertiges Denken gemacht ist, der wird ein riesiges Vergnügen daran haben. (…) Und er wird eine sehr schwierige Situation der deutschen Geschichte so genau verstehen, wie man es bisher nicht konnte. Fridolin Schley geht näher heran als jeder andere bisher.“ (Andreas Isenschmid, 3sat, Kulturzeit)

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„Eine atemberaubende und hochliterarische Annäherung an das Vater-Sohn-Verhältnis, basierend auf einem festen Faktenfundament (…), sehr eindringlich, nie aufdringlich.“ (Natascha Freundel, rbbKultur)

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„Es sind die präzise beobachteten Dynamiken und Wirkmechanismen, die Fridolin Schleys Die Verteidigung zu solch einer faszinierenden und anregenden Lektüre machen. (…) Ihm gelingt eine packende Verdichtung des Sachverhalts.“ (Karl Adam, literaturkritik.de)

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„Es ist dies kein historischer, wohl aber ein historisch gründlich recherchierter, ein feinsinniger und intelligenter Roman, der seine Leser sensibel sowie mit hohem Respekt vor dem ehemaligen Bundespräsidenten mitnimmt in dessen inneres Zwiegespräch und innere Zwiespältigkeiten über Schuld und Gerechtigkeit, Verantwortung und Pflicht, Wahrheit und Lebenslüge.“ (Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung, Prantls Leseempfehlungen)

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„Ein virtuos gewebtes Netz aus Fakt und Fiktion. Richards Fragen sind letztlich unsere. Das macht Die Verteidigung gerade heute, wo die letzten Zeitzeugen bald gestorben sein werden und nach neueren Studien immer weniger Jugendliche über den Nationalsozialismus und seine Menschheitsverbrechen Bescheid wissen, zu einem eminent wichtigen Buch.“ (Florian Welle, Münchner Feuilleton)

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„Wie Fridolin Schley die Räume der Vergangenheit mit Leben füllt, und wie er sich dort im Denken der Weizsäckers und der damaligen Zeit umsieht, das ist hochspannend. Und dass er für den Wechsel aus erzählerischen und essayistischen Passagen den richtigen Rhythmus findet, macht seinen Roman auch sprachlich zu einem Genuss.“ (Wolfgang Popp, ORF)

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„Für mich ist das Buch dermaßen intensiv, dermaßen berührend, dass ich sagen würde, es ist eines der besten des Herbstes.“ (Felix Münger, SRF1)

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„Eine meisterhaft geformte Sprache (…), eine große schriftstellerische Leistung.“ (Jürgen Feldhoff, Lübecker Nachrichten)

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„Fridolin Schleys kluger, psychologisch feinfühliger und genau recherchierter historischer Dokumentarroman ist ein Gerichtssaal-Drama, das das ,große Drama der Geschichte´ und das der Beteiligung daran verhandelt. (…). Der Autor schreibt kühl, präzise und ohne jeden moralischen Überlegenheitsgestus des Nachgeborenen. Die Verteidigung zeigt uns das Ringen um die Wahrheit als lebenslangen Prozess.“ (Aus der Jury-Begründung zum Tukan-Preis 2021)

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Buchpremiere Die Verteidigung

1947, die Nürnberger Prozesse: Einer der Angeklagten ist Ernst von Weizsäcker, SS-Brigadeführer und Spitzendiplomat unter Ribbentrop. Sein Sohn Richard trat neben Sigismund von Braun als Verteidiger auf und plädierte auf die Unwissenheit und Unschuld des Vaters. Jahrzehnte später wird Richard von Weizsäcker als Bundespräsident über Kriegsschuld und die Befreiung Deutschlands vom Nazi-Gräuel sprechen. Mit großem literarischem Gespür nähert sich der Münchner Autor Fridolin Schley den historischen Figuren und Fakten. Er umkreist dabei die grundlegenden Fragen nach Gut und Böse, Schuld und Unschuld, die auch Géraldine Schwarz in ihrem vielbeachteten Buch Die Gedächtnislosen (Secession) thematisiert hat.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe München leuchtet im Literaturhaus München statt und kann online gestreamt werden. Das Gespräch zur Lesung führte Géraldine Schwarz.

Datum: 27. September 2021
Zeit: 20:00 Uhr
Ort: Saal, Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, 80333 München

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Hörbuch Die Verteidigung

Der junge Richard von Weizsäcker als Anwalt seines Vaters und gefangen zwischen emotionaler und moralischer Verpflichtung – Ungekürzte Lesung von Devid Striesow mit historischen Tondokumenten aus dem Nürnberger Wilhelmstraßen-Prozess

1947, die Nürnberger Prozesse: Einer der Angeklagten ist Ernst von Weizsäcker, SS-Brigadeführer und Spitzendiplomat unter Ribbentrop. Zu seinen Verteidigern zählt auch sein Sohn Richard, der vier Jahrzehnte später als Bundespräsident in seiner Rede vom 8. Mai über Kriegsschuld und die Befreiung Deutschlands vom Nazi-Gräuel sprechen wird. Eine historische Konstellation, die man kaum erfinden könnte: Hier stoßen – verkörpert in Vater und Sohn – das alte, schuldbeladene Deutschland und die gerade entstehende Bundesrepublik aufeinander. Mit literarischem Gespür nähert sich Fridolin Schley den historischen Figuren und umkreist dabei die grundlegenden Fragen nach Gut und Böse, Schuld und Unschuld, emotionaler und moralischer Verpflichtung.

Erscheinungsdatum: 30. August 2021

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Publikation Die Verteidigung

1947, die Nürnberger Prozesse: Einer der Angeklagten ist Ernst von Weizsäcker, SS-Brigadeführer und Spitzendiplomat unter Ribbentrop. Zu seinen Verteidigern zählt auch sein Sohn Richard, der vier Jahrzehnte später als Bundespräsident in seiner Rede vom 8. Mai über Kriegsschuld und die Befreiung Deutschlands vom Nazi-Gräuel sprechen wird. Eine historische Konstellation, die man kaum erfinden könnte: Hier stoßen – verkörpert in Vater und Sohn – das alte, schuldbeladene Deutschland und die gerade entstehende Bundesrepublik aufeinander. Mit literarischem Gespür nähert sich Fridolin Schley den historischen Figuren und umkreist dabei die grundlegenden Fragen nach Gut und Böse, Schuld und Unschuld, emotionaler und moralischer Verpflichtung.

Erscheinungsdatum: 23. August 2021

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